Physiotherapie für Eltern mit Säuglingen und Kindern

Speziell die Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern sollte einen besonderen Stellenwert erfahren und bedarf verschiedener Therapiekonzepte, um Ihren kleinen Patienten zu fördern:
Zum einen brauchen problematische Belange eine frühzeitige Behandlung, damit die Entwicklung zeitnah und altersgerecht erfolgen kann. Die falschen Bewegungsmuster können so rechtzeitig korrigiert werden. Zum anderen können mit viel Einfühlungsvermögen für die Kinder Fehlentwicklungen, Probleme, Entwicklungs-Auffälligkeiten, Behinderungen und Bewegungsstörungen ganzheitlich therapiert werden – gerade für kleine Menschen, die grosse Schwierigkeiten haben. Kompetente Beratung und Anleitung der Eltern gehört dazu.

Die Physiotherapie für Eltern mit Säuglingen und Kindern umfasst neben Elternkursen: Physiotherapie, Manuelle Therapie für Säuglinge und Kinder, Kinderbobath, Cranio-Sacral-Therapie, Haltungsturnen, Babymassage, Babyturnen und Atemtherapie.

Elternkurs: Massage für Säuglinge

Der Körperkontakt und die liebevolle Berührung sind wichtige Bausteine für ein glückliches und gesundes Aufwachsen eines Babys. Im Babymassage-Kurs zeige ich Ihnen auf einfühlsame Weise, wie Sie Ihr Kind massieren können. Sie lernen die Techniken und können diese zu Hause sicher und gut anwenden. Das optimale Alter des Babys ist ab 3 Monate bis zum Krabbelalter.

Wichtig für Sie zu wissen: Die Babymassage sollte durchgeführt werden, wenn das Kind munter und satt ist (mindestens eine Stunde nach dem Essen). Massiert wird mit warmem Öl. Anwendung findet die Massage z. B. zur Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung, bei Schlafstörungen, nach Kaiserschnitt, bei Frühgeborenen und bei Koliken.

Der Einzelkurs besteht aus drei Einheiten à 1 Stunde und beträgt für Selbstzahler insgesamt 300 Fr.

Atemtherapie für Säuglinge und Kinder

Der Kinderarzt verordnet eine physiotherapeutische Atemtherapie, wenn die Leistungsfähigkeit der Lunge beeinträchtigt ist und Ihr Kind nicht genug Luft bekommt. Dies kann bei Erkrankungen wie Asthma, Mucoviscidose oder nach einer überstandenen Lungenentzündung der Fall sein.

In der Atemtherapie lernen Kinder Techniken, die das Abhusten von Schleim erleichtern, die Beweglichkeit des Brustkorbs fördern und so die Lungenfunktion verbessern. Also alles rund um die Atmung – natürlich spielerisch und kindgerecht.

Elternkurs: Babyturnen

Im Elternkurs helfe ich Ihnen, die sensomotorischen Zusammenhänge in der körperlichen, geistigen und sozialen Entwicklung Ihres Babys besser zu verstehen und zu unterstützen. Unter Sensomotorik versteht man das Zusammenspiel von Wahrnehmung und Bewegung.

Es gibt keine Bewegung ohne Wahrnehmung und umgekehrt ist die Antwort auf Wahrnehmung Bewegung. In erster Linie geht es nicht darum, ein Baby dazu zu bringen, etwas möglichst frühzeitig zu können, sondern um die liebevolle, spielerische Förderung der sensomotorischen Entwicklung. Eltern vertiefen das Verständnis des Wunders des ersten Lebensjahrs, in dem die Basis für die gesamte weitere Entwicklung ihres Kindes gelegt wird.

Die gezeigten Beispiele sind für Ihr Kind deshalb nicht nur Turnübungen, sondern gemeinsame Erlebnisse, welche die Entwicklung beeinflussen können. Wichtige Fragen zu verschiedenen Themen werden besprochen, z. B. Ist Lernspielzeug wichtig? Wann braucht mein Kind die ersten Schuhe? Lernt ein Kind durch Geräte eher Laufen? Sollte mein Kind krabbeln? Welche Entwicklungsschritte sollte mein Kind auf keinen Fall verpassen?

Das Kursangebot richtet sich an Selbstzahler. Die Termine für das Babyturnen finden Sie hier.

Physiotherapie für Kinder, Säuglinge und Jugendliche

Neben der kognitiven und körperlichen Entwicklung Ihres Kindes ist gleichermassen seine soziale und emotionale Entfaltung wichtig. Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Kind gestalten wir je nach Zustand des Kindes die Therapie.

Als qualifizierte Kinderphysiotherapeutin nehme ich den kleinen Menschen in seiner Besonderheit wahr und fördere ihn – ob es sich um einen vorübergehenden Armbruch oder einen längeren Therapieweg handelt wie Überaktivität und Unruhe oder bei einer spastischen Lähmung. Schnell werden Kinder oft in Schubladen gesteckt wie „Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom", anstatt sie in ihrer Entwicklung zu fördern.

Kinderphysiotherapie umfasst die Fachbereiche der Orthopädie, Neurologie und der Inneren Medizin. Als Grundlage der neurologischen Therapie betrachtet man die Meilensteine der Entwicklung. Zu meiner langjährigen Erfahrung gehört auch die Therapie für Kinder mit grossen Handicaps.

Manuelle Therapie für Kinder und Säuglinge

Die Anwendung Manueller Therapie bei Säuglingen und Kindern ist nicht nur aus schmerztherapeutischer Sicht von Bedeutung: Die segmentalen Wirbelsäulendysfunktionen im frühen Kindesalter stehen oft auch mit den Folgen der frühkindlichen Bewegungsentwicklung und mit kognitiven Prozessen in Zusammenhang. Diese können mit Manueller Therapie gut behandelt werden können, z. B. das KISS-Syndrom:

K=Kopfgelenks, I=induzierte (verursachte), S= Symmetrie, S=Störung.
Immer wenn in einem Gelenk das freie Gelenkspiel aufgehoben ist, spricht man von einer Blockierung des Gelenkes. Besteht die Blockierung im Bereich der Wirbelsäulen-Gelenke, spricht man auch von einer segmentalen Funktionsstörung. Ist die Blockierung in den oberen Kopfgelenken vor allem in den Gelenken zwischen oberstem Halswirbel (Atlas) und Basis des Schädels (C0/1 Region), handelt es sich um dieses KISS-Syndrom. Besteht eine Atlasblockierung über mehrere Wochen, so zieht sie oft eine Blockierung der mittleren Brustwirbelsäule und der Becken-Lendenregion nach sich. 

Symptome sind z. B. Trinkprobleme, schwallartiges Spucken, vermehrte kolikartige Bauchschmerzen, Probleme, den Darm zu entleeren, obwohl der Stuhl weich ist, fehlender Trink- und Schlafrhythmus, schwitzige nasskalte Füsschen, die nicht warm werden, auch wenn Socken angezogen werden.

Bobath für Kinder und Säuglinge

Das Bobath-Konzept wurde von Dr. Karel und Berta Bobath zur Behandlung von Säuglingen, Kindern und Erwachsenen entwickelt, deren sensomotorische Entwicklung beeinträchtigt ist. Dies können Koordinationsstörungen, Asymmetrien und Entwicklungsverzögerungen im Säuglingsalter und Kindesalter sein oder auch Bewegungsstörungen bei Kindern mit einen Handicap.

In der Therapie werden Bewegungsabläufe spielerisch ganz nach dem Entwicklungszustand des Kindes gefördert, z. B. durch Unterstützung des Drehens, Rollens, Robbens und Krabbelns. Dabei wird die Freude an der Bewegung geweckt und die Eigenaktivität gefördert. Ziel der Bobath-Therapie ist die grösstmögliche Selbständigkeit und die zeitgemässe sensomotorische Entwicklung Ihres Kindes im Alltag und seine optimale Entfaltung der Fähigkeiten.

 

Cranio-Sacral-Therapie für Säuglinge und Kinder

Die Cranio-Sacral-Therapie ist eine sehr sanfte, nicht-invasive Methode, mit welcher auch Schreibabys untersucht und behandelt werden können. Bei Störungen oder Blockaden werden sanfte Lösungstechniken angewendet. Dies ermöglicht dem Säugling bzw. dem Kind eine tiefgreifende Entspannung.

In der ersten Behandlung findet immer ein Gespräch statt zwischen Eltern und Therapeutin. Achtsam stimme ich mich als Therapeutin auf die Behandlung des Babys ein und konzentriere mich auf die Lautsprache, schaue der Gebärden- und der Körpersprache des Babys zu.

Dabei achtet und respektiert man die Möglichkeiten und auch die Grenzen des Babys. Anwendung findet die Cranio-Sacral-Therapie bei Kopfschiefhaltung, KISS-Syndrom, Schielen, Geburtstraumata, Schreibabys, häufiger Ohrenentzündung, Entwicklungsstörungen, Schädelasymmetrien, ADS/ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Wahrnehmungsprobleme).

Haltungsturnen für Kinder

Kinder befinden sich über einen langen Zeitraum im Wachstum – gerade in dieser Phase wirken sich negative Einflüsse wie z. B. falsches und langes Sitzen folgenschwerer auf den Haltungsapparat aus als im Erwachsenenalter.

Daraus können Haltungsschwäche, Haltungsfehler oder fixierte Fehlhaltung in Form einer Skoliose resultieren. Deshalb ist es so wichtig, die Muskeln, die sich verkürzt haben, zu dehnen und zu kräftigen und Übungen fürs Gleichgewicht und zur Koordination und Kondition mit einzubauen.